Was ist Porenbeton?

Porenbeton wurde 1924 in Schweden entwickelt. In Europa hat sich Porenbeton seither als einer der meistverwendeten Baustoffe etabliert; auch in vielen anderen Ländern weltweit gewinnt er schnell an Bedeutung. Porenbeton als leichter, tragfähiger, hochisolierender und dauerhafter Baustoff wird in vielen verschiedenen Dichten und Festigkeitsklassen hergestellt.

Porenbeton bietet vielfältige Möglichkeiten die Gebäudequalität zu erhöhen und gleichzeitig die Kosten auf der Baustelle zu senken. Porenbeton wird aus einer Mischung von Quarzsand und/oder Flugasche (PFA), Kalk, Zement, Gips/Anhydrit, Wasser und Aluminium hergestellt und durch Dampfhärtung in Autoklaven gehärtet. Wegen seiner herausragenden Eigenschaften kommt Porenbeton in vielen Bauprojekten zum Einsatz, beispielsweise bei der Errichtung von Wohn-, Geschäfts- und Industriegebäude, Schulen, Krankenhäusern, Hotels und sonstigen Bauwerken.

Porenbeton enthält bis zu ca. 85% Volumenprozent Luft. Der Feststoff ist ein kristallines Bindemittel, das als Tobermorit bezeichnet wird. In der chemischen Zusammensetzung enthält Tobermorit Siliziumdioxid, Kalziumoxid und Wasser. Neben der Bindephase Tobermorit enthält Porenbeton Quartzkörner und kleine Mengen anderer Mineralien. Das Siliziumdioxid wird aus Quarzsand, Flugasche (PFA) oder Quarzitbruch in die Mischung hinzugegeben. Siliziumdioxid kann auch als Nebenprodukt anderer Prozesse eingesetzt werden, z.B. Gießereisand. Das Kalziumoxid wird aus Branntkalk, Kalkhydrat und Zement freigesetzt. In kleinen Mengen wird Gips/Anhydrit als Katalysator und zur Optimierung der Eigenschaften des Porenbetons zugegeben. Als Blähmittel wird Aluminiumpulver/-paste verwendet. In spezifischen Anwendungen können zur Verbesserung der Eigenschaften des Porenbetons während der Produktion und im Endprodukt zusätzliche (chemische) Komponenten hinzugefügt werden. Spezielle Wirkstoffe ermöglichen die Verwendung bestimmter Abfallstoffe als wertvolles neues Rohmaterial für die Herstellung von hochwertigem Porenbeton, was die Nachhaltigkeit und den Prozesskreislauf unterstützt.

Die Vorteile von Porenbeton

  • große Vielfalt bei den Abmessungen: Porenbeton kann in vielen verschiedenen Maßen hergestellt werden – von Standardsteinen bis hin zu großen bewehrten Platten
  • ausgezeichnete Wärmedämmung: Porenbeton verfügt über eine äußerst geringe Wärmeleitfähigkeit, was einen hohen wärmeenergetischen Wirkungsgrad bewirkt. Dies bedeutet ein erhebliches Einsparungspotential an Heiz- und Kühlkosten
  • extrem leicht: Porenbeton wiegt etwa 50% weniger als andere vergleichbare Baustoffe
  • hohe Druckfestigkeit: Porenbeton ist ein solides Produkt und somit extrem belastungsfähig. Die gesamte Oberfläche wird in die Berechnung von Baustatiken einbezogen
  • hohe Maßgenauigkeit: Aufgrund seiner Maßgenauigkeit ist Porenbeton ausgesprochen leicht zu verarbeiten, da kein dicker Mörtel erforderlich ist
  • hohe Lärmdämmung: Die poröse Struktur von Porenbeton bewirkt eine hohe Lärmdämmung
  • hohe Feuerfestigkeit: Porenbeton verfügt über eine extrem hohe Feuerfestigkeit von mindestens 4 Stunden und mehr
  • termitenresistent: Porenbeton kann von Termiten oder anderen Insekten nicht beschädigt werden
  • gute Verarbeitbarkeit: Dank des hervorragenden Größe-/Gewichtsverhältnisses geht das Bauen mit Porenbeton sehr schnell